Warum eigene Mails im Spam landen: SPF, DKIM und DMARC einfach erklärt
E-Mail-Anbieter wie Gmail, Outlook oder GMX prüfen heute automatisiert, ob eine eingehende Mail tatsächlich von der Domain stammt, die im Absender steht. Diese Prüfung läuft über DNS-Einträge der eigenen Domain – fehlen sie oder sind sie falsch konfiguriert, landen selbst legitime Mails zuverlässig im Spam-Ordner oder werden ganz abgewiesen.
SPF: Wer darf überhaupt senden
SPF (Sender Policy Framework) legt per TXT-Eintrag fest, welche Mailserver überhaupt im Namen der Domain versenden dürfen. Fehlt dieser Eintrag oder ist er zu restriktiv konfiguriert, können selbst legitime Mailserver – etwa nach einem Anbieterwechsel – plötzlich als nicht autorisiert gelten.
DKIM: die digitale Signatur jeder Mail
DKIM (DomainKeys Identified Mail) ergänzt das um eine kryptografische Signatur im Mail-Header, die per öffentlichem Schlüssel aus einem weiteren DNS-Eintrag überprüft wird – damit lässt sich erkennen, ob eine Mail unterwegs verändert wurde.
DMARC: die durchsetzende Regel
DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) baut auf SPF und DKIM auf und legt fest, was passieren soll, wenn eine Mail eine der beiden Prüfungen nicht besteht: nichts tun, in Quarantäne (meist Spam-Ordner) verschieben oder komplett ablehnen. Ein typischer DMARC-Eintrag beginnt mit dem Tag v=DMARC1; gefolgt von der gewünschten Policy, z. B. p=quarantine; oder p=reject;, sowie optional einer Adresse für Berichte.
Typische Stolperfallen beim Anbieterwechsel
Gerade bei einem Wechsel des Hosting- oder E-Mail-Anbieters werden diese drei Einträge erfahrungsgemäss am häufigsten vergessen oder falsch kopiert – etwa wenn ein alter SPF-Eintrag den neuen Mailserver nicht mit einschliesst, oder wenn DKIM-Schlüssel beim Umzug nicht neu generiert werden. Ein einfacher DNS-Check nach jedem Anbieterwechsel deckt solche Lücken meist zuverlässig auf.
Unsere Einordnung: Bei jedem Projekt, bei dem wir DNS und Mailversand einrichten, prüfen wir SPF, DKIM und DMARC gezielt mit – eine Mail, die im Spam landet, erreicht schliesslich niemanden.
Sandro Geissmann | Geissmann Webconsulting
Alle Beiträge sind allgemeine fachliche Einordnungen und ersetzen keine individuelle Rechts- oder Fachberatung.

